Anwendungen für Doppelständer-Bearbeitung

Entsprechend der Größe des Werkstücks [Punkt] das Werkstück halten, den magnetischen Halter [Fläche] wechseln, das Werkstück einspannen, 100% Nutzung des Spannfutters in jeder Hinsicht. Kann die Gerätekosten senken und mehr Gewinne steigern.


In großformatigen Portalfräsanwendungen sind Werkstücke häufig sehr groß, schwer und geometrisch komplex. Wie sich unter Gewährleistung von Bearbeitungsgenauigkeit und Betriebssicherheit eine schnelle und zugleich stabile Spannung realisieren lässt, ist seit jeher eine zentrale Fragestellung für Fertigungsingenieure und Produktionsverantwortliche. Im Vergleich zu herkömmlichen Spannmethoden wie Spannpratzen, Ankerbolzen oder großen, speziell angefertigten Vorrichtungen zeigen **magnetische Spannplattensysteme** auf Portalfräsmaschinen eine außergewöhnliche Flexibilität und Praxistauglichkeit. Insbesondere die Möglichkeit, **Anzahl, Position und Abstand der Magnetspannplatten frei an die Werkstückgröße anzupassen**, stellt einen entscheidenden und kaum ersetzbaren Vorteil dar.

 

Zunächst ermöglichen magnetische Spannplatten bei unterschiedlich großen und geformten Werkstücken eine **modulare Konfiguration**. Die Tische von Portalfräsmaschinen sind in der Regel sehr groß ausgelegt, sodass mehrere Magnetspannplatten nebeneinander oder in segmentierten Anordnungen positioniert werden können. Anwender können Anzahl und Anordnung der Spannplatten flexibel nach Länge, Breite und Abstützanforderungen des Werkstücks festlegen. Bei besonders langen oder großflächigen Plattenwerkstücken lassen sich mehrere Magnetspannplatten entlang der Bearbeitungsrichtung anordnen, um eine durchgehende Spannfläche zu schaffen. Bei unregelmäßig geformten Werkstücken oder lokalen Bearbeitungsaufgaben werden die Spannplatten gezielt nur in tragenden und bearbeitungsrelevanten Bereichen eingesetzt, wodurch unnötige Kollisionen vermieden werden. Diese flexible Kombinierbarkeit steigert die Anpassungsfähigkeit der Maschine erheblich und eignet sich besonders für High-Mix/Low-Volume- oder Mischfertigungsumgebungen.

 

Darüber hinaus erlaubt die **freie Anpassung von Position und Abstand der Spannplatten**, die Spannstrategie optimal an die Struktur und Bearbeitungsanforderungen des Werkstücks anzupassen. Große Werkstücke weisen häufig unterschiedliche Wandstärken, Rippenstrukturen oder teilweise freitragende Bereiche auf. Bei starren mechanischen Spannmitteln kann dies leicht zu ungleichmäßigen Spannkräften und Verformungsrisiken führen. Magnetspannplatten lassen sich hingegen gezielt an den tatsächlichen Lastaufnahmepunkten platzieren und in ihrem Abstand so optimieren, dass die Haltekraft dort konzentriert wird, wo sie am dringendsten benötigt wird – ohne lokale Überlastungen zu verursachen. Diese „werkstückorientierte Spannkonzeption“ reduziert Verzug, Vibrationen und Maßabweichungen während der Bearbeitung und stellt sicher, dass Portalfräsmaschinen auch bei lang andauernder Schwerzerspanung eine hohe Maßhaltigkeit beibehalten.

 

Zudem trägt die **Kombination mehrerer Magnetspannplatten** wesentlich zur Steigerung der Gesamteffizienz bei. Im Vergleich zu Spannpratzen oder Schraubverbindungen, die wiederholtes Anziehen und Lösen erfordern, lassen sich Magnetspannplatten in sehr kurzer Zeit ein- oder ausschalten. Ändern sich die Abmessungen des Werkstücks, genügt es, die Position der Spannplatten anzupassen oder deren Anzahl zu verändern – ohne neue, werkstückspezifische Vorrichtungen konstruieren oder fertigen zu müssen. Gerade bei der Bearbeitung großer Werkstücke nehmen Rüst- und Ausrichtzeiten einen erheblichen Anteil ein. Die modulare Flexibilität magnetischer Spannsysteme verkürzt diese Zeiten deutlich und erhöht die effektive Maschinenauslastung. Bei hochpreisigen Portalfräsmaschinen wirken sich diese Produktivitätsgewinne besonders stark aus.

 

Hinsichtlich der Bearbeitungsstabilität erzeugt der Einsatz mehrerer Magnetspannplatten eine **gleichmäßig verteilte Spannkraft**. Dies ist insbesondere bei großen Werkstücken von entscheidender Bedeutung, da bereits das Eigengewicht zu Durchbiegungen oder inneren Spannungen führen kann. Durch eine gezielte Auslegung von Anzahl und Abstand der Spannplatten wird die magnetische Haltekraft gleichmäßig über die Unterseite des Werkstücks verteilt und lokale Kraftspitzen werden vermieden. Dieses ausgewogene Spannkonzept verbessert Ebenheit und Prozessstabilität. Bei großflächigen Fräsbearbeitungen oder mehrfachen Zustellungen hilft es zudem, Schwingungen zu reduzieren, die Standzeit der Werkzeuge zu verlängern und die Oberflächenqualität zu verbessern.

 

Darüber hinaus bietet die freie Kombinierbarkeit der Magnetspannplatten **ein höheres Maß an Betriebssicherheit und organisatorischer Flexibilität**. In der Großteilebearbeitung können sich Spannverluste gravierend auswirken. Mehrere Spannplatten schaffen eine redundante Haltesicherheit: Selbst wenn sich die Lastverhältnisse in einem Bereich ändern, bleibt das Werkstück durch die übrigen Magnetspannplatten stabil fixiert. Aus Sicht des Produktionsmanagements lassen sich Magnetspannplatten flexibel je nach Fertigungsbedarf einsetzen, ohne für jedes Werkstück eine eigene, großdimensionierte Vorrichtung vorhalten zu müssen. Dies reduziert Kosten für Vorrichtungsbau, Lagerung und Verwaltung erheblich.

 

Zusammenfassend liegt der größte Mehrwert magnetischer Spannplattensysteme auf Portalfräsmaschinen in ihrer **außerordentlich hohen Flexibilität, Anzahl, Position und Abstand der Spannplatten frei an die Werkstückgröße anzupassen**. Diese Eigenschaft löst zentrale Herausforderungen der Großteilspannung – wie aufwendige Fixierung, hohe Vorrichtungskosten und unzureichende Stabilität – und steigert gleichzeitig Maschinenauslastung und Produktionsflexibilität bei gleichbleibend hoher Genauigkeit und Sicherheit. Für moderne Fertigungsbetriebe mit Anspruch auf hohe Effizienz, Stabilität und vielseitige Bearbeitungsmöglichkeiten sind magnetische Spannsysteme heute eine unverzichtbare Lösung für die Portalfräsbearbeitung.

 

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